Zwei kugelrunde Knopfaugen schauen dich an. Dann ein flinker Schlag mit der Flosse und der Seehund lässt dich in einer Wolke aus Luftbläschen zurück.

Das Schnorcheln mit Kaikouras Fur Seals ist ein einzigartiges, magisches Erlebnis und sollte auf deiner To-Do-Liste für Kaikoura ganz weit oben stehen! Begegne den eleganten Schwimmern mit den putzigen Gesichtern in ihrem natürlichen Lebensraum: Ein Naturerlebnis, das du in dieser Form wohl nirgendwo anderes findest. Nicht ohne Grund wählte Lonely Planet den „Seal Swim Kaikoura“ in seine Top 10 der besten Meeressäuger-Begegnungen weltweit!

Was dich bei dieser tollen Schnorcheltour erwartet, erfährst du in diesem Artikel!

Der Fur Seal ist zurück! Eine Erfolgsstory des Tierschutzes

Kaikoura ist ein wahres Paradies für Meeresbewohner aller Art: Von Wal über Delfin bis hin zu Seehund fühlen sich hier alle rundum wohl. Allen voran der neuseeländische Seebär (Fur Seal)! Fast überall an Kaikouras felsiger Küste dösen braungraue Fur Seals auf den warmen Steinen oder schlagen im Wasser Purzelbäume.

Vor nicht all zu langer Zeit waren die pelzigen Kerlchen bei weitem nicht so häufig an Neuseelands Stränden zu finden, wie heute. Bevor die ersten Europäer nach Neuseeland kamen, lebten ca. ein bis zwei Millionen der dickfelligen Seehunde an den Küstenstreifen der Inseln. Als aber die ersten Seehundjäger die an Land eher behäbigen Tiere mit dem warmen Pelz entdeckten, ging es den Fur Seals an den Kragen. Binnen weniger Jahrzehnte wurde diese Robbenart beinahe ausgerottet. Ende des 19. Jahrhunderts waren nur noch so wenige von ihnen übrig, dass der Fur Seal für eine Weile als in Neuseeland ausgestorben galten.

Nur dem Engagement einiger Tierfreunde ist es zu verdanken, dass es heute wieder ca. 200.000 Fur Seals gibt. 1940 wurde die bedrohte Seehundart entgültig unter Naturschutz gestellt. Seitdem steigen die Zahlen wieder – und die Seehunde scheinen sich sicher zu fühlen: Nicht selten sieht man mitten auf der Straße einen Fur Seal sein Mittagsschläfchen halten.

Begegne Kaikouras Seehunden mit Seal Swim Kaikoura

Seit 1987 bietet der Familienbetrieb „Seal Swim Kaikoura“ Schnorchelausflüge zu Kaikouras Seehund-Kolonien an. 2007 übernahmen die Geschwister Vanessa und Matt das Unternehmen, das ihr Vater Graeme vor dreißig Jahren gründete.

„Mein Vater kam ganz durch Zufall auf die Idee, eine Seehund-Schwimm-Tour anzubieten“, sagt Vanessa. „In den achtziger Jahren brachte er hier in Kaikoura interessierten Gästen das Speerfischen bei. Die meisten Leute, die er mit hinaus an die Küste nahm, fanden die Seehunde aber viel spannender!“

So träge und plump neuseeländische Seebären an Land auch sein mögen, im Wasser sind sie elegante und blitzschnelle Schwimmer. Weil sie sich hier ganz und gar in ihrem Element befinden, sind Fur Seals im Meer viel selbstbewusster und neugieriger als auf dem Trockenen und trauen sich ganz nah an die Schnorchler heran! Interessiert werden die zweibeinigen Gäste umkreist und eingehend begutachtet. „Die Seehunde leben zu hundert Prozent wild und werden von uns weder trainiert, noch gefüttert“, erzählt Inhaberin Vanessa. „Deshalb kann es natürlich auch einmal vorkommen, dass kein Tier interessiert ist oder Lust hat, ins Wasser zu kommen. Wer auf unseren Touren nicht die Chance bekommt, mit den Seehunden zu schwimmen, darf kostenlos nochmal mit!“

So läuft die Tour ab: Mein Ausflug zu den Robben!

Bevor es losgeht

Die Seehund-Schwimm-Tour startet in der Basis des Anbieters, direkt an Kaikouras Hauptstraße. Hier finden sich etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Tour alle Teilnehmer ein. Meine Tourgruppe besteht aus nur neun Schwimmern, das gefällt mir sehr:  So komme wir ganz einfach mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch und keiner muss sich hetzen oder lange warten.

Wir werden freundlich von unseren beiden Guides Graeme und Josh begrüßt und mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet. Tauchermaske, Schnorchel und Flossen sind natürlich ein Muss, zusätzlich bekommen wir auch einen dicken Neoprenanzug ausgehändigt. In Kaikoura ist das Meer ganzjährig ziemlich kalt! Dick eingemummt mit Anzug, Jacke, Mütze und Schuhen aus Neopren kann uns das eisige Wasser aber nicht das geringste anhaben.

Sobald sich alle in den Umkleidekabinen umgezogen haben, geht es mit dem Bus zum Hafen. Hier wartet bereits ein knallgelbes Motorboot auf uns. Alle nehmen ihre Plätze ein, Graeme startet den Motor und auf geht es über die Wellen, hinaus zu den Seehunden.

Auge in Auge mit Neuseelands Fur Seals!

Nach ca. fünf Minuten erreichen wir einen felsigen Küstenabschnitt, auf dem etliche Seehunde dösen. Graeme stellt den Motor ab und beobachtet aufmerksam die Wasseroberfläche. Wir tun es ihm gleich: Wer entdeckt als erstes eine Flosse oder einen kleinen dunklen Kopf? Nach nur wenigen Minuten siegt die Neugier der Seehunde und die ersten kommen zu uns herübergeschwommen. Zügig rutschen wir von der Bootskante in das eisige Wasser. Nach nur wenigen Schwimmzügen friere ich nicht mehr und bin vollkommen beschäftigt mit Beobachten und Ausschauhalten.

Übermütig zischen die putzigen Kerlchen durchs Wasser, schlagen Purzelbäume und umkreisen uns neugierig! Es sieht aus, als würden die Tiere von einem unsichtbaren Motor angetrieben: Sie bewegen kaum einen Muskel und jagen doch  pfeilschnell und elegant durchs Wasser. Ein paar Mal drehe ich mich um und befinde mich plötzlich Auge in Auge mit einem Seehund, der mich kurz beobachtet und mich dann in einem Schwarm aus Blasen stehen (oder dümpeln) lässt. Einfach magisch!

Wenn ich einmal keinen Seehund entdecken kann, gibt mir unser Guide Josh ein paar Meter weiter ein Signal und deutet nach links oder rechts. Seite an Seite mit diesen wilden Tieren zu schwimmen, deren Verwandte man in Deutschland nur als dunklen Punkt auf Nordsee-Sandbänken zu sehen bekommt, ist ein unglaubliches Ergebnis! Ohne Frage gehört der Seal Swim zu meinen absoluten Highlights in fünf Monaten Neuseeland. Viel zu schnell geht unsere Stunde im Wasser zu Ende.

Das Ende der Tour

Nach und nach finden sich alle Schwimmer wieder auf dem Boot ein. Langsam zieht uns doch die Kälte in die Knochen, so freut sich jeder über die warme Dusche, die uns Graeme anbietet. Ein dünner Schlauch wird in den Halsausschnitt gesteckt und schon füllt sich der Neoprenanzug mit warmem Wasser. Was für eine Wohltat!

Mit dem Boot geht es wieder zurück zum Hafen, wo bereits der Bus auf uns wartet. Zurück im Geschäft winden wir uns aus den Anzügen und springen unter die warme Dusche. Für alle, die ihr Handtuch vergessen haben, halten unsere Guides welche bereit.

Warm und voller Erinnerungen verabschieden wir uns von unseren Guides. Insgesamt hat die Tour etwa 2,5 Stunden gedauert.

Ein einzigartiges Erlebnis!

Was du vorher wissen solltest:

Was muss ich mitbringen?

Seal Swim Kaikoura stellt die gesamte Ausrüstung für deine Tour zur Verfügung. Das einzige, was du mitbringen musst, sind Badesachen, ein Handtuch und kuschelige Klamotten zum Aufwärmen nach der Tour!

Deine Klamotten und Wertsachen kannst du beim Aufbruch in der Basis des Unternehmens zurücklassen.

Musst ich ein guter Schwimmer sein?

Um an einer Schnorcheltour mit Seal Swim Kaikoura teilnehmen zu können, musst du kein starker Schwimmer sein. Der Neoprenanzug, den du während der Tour trägst, hat einen starken Auftrieb: Du kannst also überhaupt nicht untergehen! Paddle gemütlich über die Oberfläche und beobachte die Kunststücke der Fur Seals unter Wasser. Wenn dir doch einmal die Puste ausgehen sollte, ist immer ein Tourguide mit einer großen Schwimmhilfe in der Nähe, an der du dich festhalten kannst!

Können meine Kinder mitmachen?

Ob Kinder an einer Tour teilnehmen können, ist von Wetterlage und Wellengang am Tag des Ausflugs abhängig. Am besten rufst du am Morgen deines Tourtages an, um zu klären, ob das Meer ruhig genug ist.

In der Regel sind Kinder über 5 Jahre auf den Schnorcheltouren herzlich willkommen.

Mein Fazit: Lohnt sich der Seal Swim Kaikoura?

Seal Swim Kaikoura ist ohne Zweifel eine der lohnenswertesten Touren, die in Kaikoura angeboten werden! Diese Tour ist jeden Cent wert und ich bin absolut begeistert!

Wenn du den „Clowns der Meere“ richtig nah kommen willst und Lust auf ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art hast: Lass dir die Seehund-Schnorcheltour nicht entgehen! Seal Swim Kaikoura ist das älteste „Wildlife-Encounter“- Unternehmen der Stadt, du kannst dich auf freundliche, professionelle Guides, einen runden Tourablauf und Erinnerungen freuen, die ein Leben lang bleiben.

Klicke hier, um jetzt deine Tour mit Seal Swim Kaikoura zu buchen!

Seal Swim Kaikoura
Adresse58 West End

Kaikoura 8280

Telefon: 03-319 6182
ÖffnungszeitenTouren abhängig von Wetter und Jahreszeiten
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