Höher, schneller, Queenstown! Queenstown ist die Stadt der Nervenkitzel und eins der beliebtesten Reiseziele auf der Südinsel. Egal, wie viel Zeit dir in Neuseeland zur Verfügung steht: Queenstown solltest du nicht verpassen! Warum das so ist, was diese Stadt so besonders macht und was du in Queenstown erleben kannst, erfährst du in unserem Queenstown Insider Guide.

Die „Adrenalin-Hauptstadt“ Neuseelands ist die größte Stadt der Region. Etwa 21.000 Menschen leben hier. Während der Sommer- und der Wintersportsaison lässt die große Anzahl an Touristen die Einwohnerzahl allerdings stark ansteigen.

Queenstowns Innenstadt und seine Suburbans drängen sich dicht an das Ufer des riesigen Lake Wakatipu, dem drittgrößten See Neuseelands. Der Name des Sees bedeutet in der Sprache der Maori „Großes Frischwasser-Behältnis“ und deutet auf die besondere Eigenschaft dieses Sees hin: Kein anderer großer See in Neuseeland führt derart sauberes Wasser. Man könnte problemlos aus dem See trinken!

Queenstown selbst hat sich dem großen Andrang an Gästen angepasst. In der Innenstadt findest du eine große Palette an Bars, Cafés und Restaurants, an jeder Straßenecke kannst du Touren, Bungeejumps oder Fallschirmsprünge buchen.

Trotzdem wirkt die Stadt keineswegs künstlich oder ungemütlich. Ich habe mich in Queenstown sehr wohl gefühlt, denn hier findest du, was es in vielen neuseeländischen Städten nicht gibt: Straßencafés, Fußgängerzonen, gemütliche Winkel zum Entspannen. Queenstown ist ein richtig hübsches kleines Städtchen!

Hausgemachtes Fudge im „The Remarkable Sweet Shop“

Otago im Goldrausch: Wie alles begann

Zwischen 1855 und 1860 ließen sich die ersten europäischen Siedler in der Region nieder.  Von einer Stadt konnte damals noch keine Rede sein: Um ca. 1860 umfasste Queenstowns Population gerade mal 14 Einwohner! Die zähen Pioniere waren Schafzüchter, rund 8000 Schafe waren das Kapital der ersten Queenstowner.

Etwa 1862 machten zwei Hirten, die ihre Schafe am Ufer des Shotover River weiden ließen, eine bahnbrechende Entdeckung: Gold! Dieser Fund machte die Region quasi über Nacht bis über die Grenzen Neuseelands hinaus bekannt. Aus allen Teilen der Welt strömten Goldgräber nach Otago. Innerhalb eines einzigen Jahres wuchs Queenstowns Population von nur 14 Menschen auf mehrere Tausend Einwohner an. In Rekordgeschwindigkeit mauserte sich das winzige Dorf zu einer der reichsten Städte Neuseelands. Die Siedlung, die nun im Glanz des Goldes wohlhabend und einflussreich geworden war, wurde als „fit for a queen“ bezeichnet. So kam Queenstown schließlich zu seinem Namen.

Diese Statue am Hafen erinnert an Queenstowns erste Siedler

Queenstown heute

Die Jahrhundertwende brachte große Enttäuschung: Es war kein Gold mehr übrig. Um 1900 zogen die Goldgräber entweder an die Westküste weiter, oder kehrten nach Hause zurück. Kaum 200 Einwohner blieben in der einst großen Stadt zurück.

Seit den 1950er Jahren lebt Queenstown nun einzig und allein vom Tourismus. Dank seines umfassenden Angebotes an Touren und Aktivitäten gehört Queenstown zu den beliebtesten Städten ganz Neuseelands. Hier ist für jeden was dabei!

Ein Besuch in Queenstown lohnt sich für dich nicht nur, wenn du auf Nervenkitzel aus bist: Die Landschaft rund um die Stadt und den See ist einzigartig und für Naturliebhaber ein ganz besonderer Tipp. Wunderschöne Seenplatten, Berge und Täler laden zum Wandern ein.

Wenn du ein Herr-der-Ringe-Fan bist, hält die Landschaft hier in Central Otago ebenfalls einiges für dich in Petto. In der Nähe des Örtchens Glenorchy wurden die berühmten Szenen rund um Isengard und die Misty Mountains gedreht. Am besten besuchst du diese ikonischen Kulissen im Rahmen einer Tour, da nur wenige Autos die rumpelige Fahrt durch Queenstowns Hinterland mitmachen!

Queenstowns Umgebung

Am anderen Ende des Sees liegt die winzige Ortschaft Glenorchy, eingebettet in die wunderschöne Berglandschaft Otago. Hier kannst du hoch zu Ross die Gletschertäler und Flussbetten erkunden oder auf dem Lake Wakatipu Kajak fahren.

Am Südende des Sees, nur einen Katzensprung von Queenstown entfernt, liegt Frankton. Diese Siedlung hat nicht wirklich viel Sehenswertes zu bieten, eignet sich aber gut zum Einkaufen. In Queenstown selbst gibt es bloß einen kleinen, eher schlecht als recht sortierten Supermarkt. Wenn du deine Vorräte auffüllen willst, fahre am besten in das Remarkable Shopping Center, hier ist die Auswahl wesentlich besser.

Sehr lohnenswert ist ein Nachmittagsausflug ins historische Städchen Arrowtown. In den süßen Häuschen aus der Goldgräberzeit gibt es hübsche Cafés, auf der Straße werden Pflaumen,Pfirsiche und hausgemachtes Eis verkauft. Im Sommer leuchten überall Blumen, Arrowtown riecht nach Rosen und den Aprikosen, die überall an den Bäumen hängen. Arrowtown solltest du nicht verpassen!

Eine Stunde nordöstlich von Queenstown liegt Wanaka. Wenn dir der Trubel in Queenstown zu viel wird, verbringe einfach hier ein paar Tage. Aktivitäten gibt es auch hier genügend!

Die Anreise nach Queenstown

Deine Anfahrt aus Richtung Fjordland/ Invercargill

Wenn du von Te Anau oder Manapouri aus nach Queenstown fährst, folge dem State Highway 94 und 6. Die Straße führt in einem weiten Bogen um den Lake Wakatipu herum, leider gibt es keine direktere Route.

Von Invercargill aus kannst du die gesamte Fahrt über auf dem State Highway 6 bleiben.

Ein Tipp für dich: Ca. eine Stunde, bevor du in Queenstown ankommst, führt dich der SH 6 durch das winzig kleine Örtchen Athol. Hier findest du das „Brown Trout Café“, der perfekte Stopp für eine kleine Pause! Wenn du früh in den Tag gestartet bist, heb dir deinen Frühstückshunger bis Athol auf. Der French Toast ist ein Gedicht!

Deine Anfahrt aus Richtung Haast/ Westcoast

Wenn du aus Richtung der Westküste kommst, kannst du dich ebenfalls an den SH 6 halten. Du folgst dem Haast Pass und fährst anschließend duch Wanaka, eine wunderschöne Route!

Dauert dir die Fahrt zu lange, kannst du auch für kleines Geld das Flugzeug nehmen. Queenstown hat einen eigenen kleinen Flughafen!

Queenstown Gardens

Die beste Reisezeit für Queenstown

 

Januar
Februar
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Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
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Nicht ideal

 

Dezember-März: Sommersaison

Juni-August: Wintersaison

Queenstown ist eine richtige Allroundstadt. Wenn es zu kalt für Wassersport oder Wanderungen wird, schnallt man sich Skier oder Snowboard unter und ab gehts in die Berge!

In dieser vielseitigen kleinen Stadt gibt es immer was zu tun. Anfang Februar kann es hier durchaus ziemlich voll werden. Wenn du darauf keine Lust hast, komm einfach Anfang März nach Queenstown. Warm ist es dann auch noch und die Touristenströme sind nicht mehr so groß.

In den Herbst- und Frühlingsmonaten ist in Queenstown nicht viel los. Das bedeutet aber nicht, dass du die Stadt in dieser Zeit meiden musst. Für Reisende, die die Ruhe schätzen, eigenen sich diese Monate gut!

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