Die Region rund um die Bay of Islands ist sehr dünn besiedelt. Die Landschaft wird größtenteils für die Landwirtschaft genutzt, weite Wiesen, Kuhherden und kleine, abgeschiedene Dörfchen bestimmen das Bild. Obwohl in Northland so wenig Menschen leben wie in sonst kaum einem neuseeländischen Distrikt, gibt es unter den wenigen Ortschaften einige Schätze, die definitiv einen Besuch wert sind. Lies hier, welche Orte der Bay of Islands du unbedingt besuchen solltest!

Bay of Island Neuseeland

Die schönsten Orte der Bay of Islands:

Paihia

Paihia, ein traumhaft gelegener kleiner Strandort, befindet sich direkt an der Bay of Islands. Im Sommer kommen viele Urlauber hier her, um das Inselparadies zu genießen. Gleichzeitig ist Paihia aber so klein, dass das Dorf auch in den warmen Monaten nicht überfüllt wirkt. Kajaken, schwimmen, wandern, wenn du auf Outdoor-Erlebnisse aus bist, wirst du hier nicht enttäuscht.

Vom Strand aus hast du einen tollen Blick auf die Inseln, außerdem findest du an der Strandpromenade einige Restaurants und Bars. Im „Alongside“ neben dem Bootsanleger sitzt du auf einer Terasse über dem Wasser! Eine tolle Location für einen abendlichen Cocktail und etwas zu Knabbern. Im „Thirty 30“, einer kleinen Bar im Ortsinneren, gibt es regelmäßig Livemusik.

Paihia eignet sich perfekt als Ausgangsbasis, wenn du auch die umliegenden Ortschaften oder weiter entfernte Sehenswürdigkeiten ansteuern willst.

Es fiel mir richtig schwer mich von diesem süßen Ferienort loszureißen. Aus den ein bis zwei Tagen, die ich ursprünglich hier verbringen wollte, sind fast zwei Woche geworden! Von allen Orten der Bay of Islands, die ich besucht habe, gefällt mir Paihia am besten.

Waitangi

Waitangi ist Paihias Nachbardorf, die beiden Orte sind durch eine Straße miteinander verbunden. Berühmt wurde die kleine Gemeinde durch den 1840 geschlossenen Vertrag von Waitangi, der die Gründung der britischen Kolonie Neuseeland besiegelte.

Alles über diesen folgenschweren Vertrag erfährst du in den „Waitangi Treaty Grounds“. In diesem Museum kannst du an Führungen teilnehmen, Maori-Tänze sehen und auf eigene Faust durch die Ausstellung streifen. In den Waitangi Treaty Grounds gibt es viel zu sehen, du solltest einige Stunden Zeit mitbringen.

Gegenüber des Museumsgeländes beginnt der Haruru-Falls-Track, ein abwechslungsreicher Wanderweg durch Dschungel und Mangrovenwälder.

Zudem gibt es in Waitangi den frisch eröffneten „Waitangi Mountainbike Park“. Hier kannst du mit eigenen oder geliehenen Mountainbikes verschiedene Offroad-Tracks befahren. Es werden Routen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen angeboten.

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Russell (Kororareka)

Das kleine Örtchen Russell liegt gegenüber von Paihia an der entgegengesetzten Seite der Bay of Islands. Russell ist einer der geschichtsträchtigsten Orte der Bay of Islands. Einst war das über 200 Jahre alte Dörfchen die größte europäische Siedlung Neuseelands.  Viele Walfänger, ehemalige australische Sträflinge und andere raue Gesellen bevölkerten damals Russells Pubs.

Das malerische Dorf mit weniger als 1000 Einwohnern wirkt, als hätte sich hier in den letzten 100 Jahren kaum etwas verändert. Die Strandpromenade wird von rot blühenden Pohutukawa-Bäumen gesäumt, romantische Strandvillen mit Meerblick reihen sich aneinander. Im Ortsinneren steht die Russell Christ Church, die älteste Kirche Neuseelands. Wenn du dich ein wenig bewegen möchtest, kannst du zum „Flagstaff Lookout“ hinaufwandern. Von hier aus hast du eine tolle Aussicht über die Bay of Islands. Vielleicht bekommst du sogar wildlebende „Wekas“ zu Gesicht, eine hühnerähnliche einheimische Vogelart.

Gut essen kannst du im historischen Duke of Marlborough Hotel. Im „Wharf“ kannst du draußen sitzen und mit Blick auf die in der Bucht dümpelnden Schiffe dein Frühstück genießen.

Kerikeri

Kerikeri liegt ca. 25 Minuten von der Bay of Islands entfernt im Landesinneren. Als größte Ortschaft der Region ist Kerikeri Anlaufstelle Nummer eins für die Bewohner der umliegenden Dörfer: Hier befinden sich viele Einkaufsmöglichkeiten, eine große Bücherei, eine Highschool und vieles mehr.

Das Land in und um Kerikeri wird für die Landwirtschaft genutzt. Hier gedeihen Kiwis und Orangen, Avocados und Wein. Ein Grund, weshalb diese Region zu den ersten gehörte, die von europäischen Einwanderern besiedelt wurde.

Das Ortszentrum Kerikeris besteht aus einer Hauptstraße und einigen Nebengassen. Hier gibt es alles, was man braucht: verschiedene Geschäfte, Banken, Restaurants und Cafés.

Besonders nett sind ist der kleine namenlose Hof an der Kerikeri Road, schräg gegenüber des Fairway Drive. Hier kann man sehr schön sitzen, es gibt einen süßen Secondhand-Bücherladen und einen gutes aber günstiges Thai-Restaurant. Außerdem findest du hier das Café Jerusalem, das leckere Snacks für den kleinen Hunger serviert.

Sehenswert in Kerikeri sind die etwas außerhalb gelegenen Rainbow Falls, die Schokoladenmanufaktur „ Makana Chocolate Boutique“ und nicht zuletzt der Stone Store, das älteste aus Stein gebaute Haus Neuseelands.

Wenn du den Stone Store besuchst, solltest du unbedingt auch einen Blick auf das weiße Gebäude daneben werfen. Reiseführer behandeln das hübsche, blumenumrankte Haus oft stiefmütterlich, dabei handelt es sich um das älteste Haus des Landes! Beide Häuser gehörten urspründlich zu einer Missionsstation. In ihnen lebten die ersten mutigen Europäer, die mitsamt ihren Kindern die Reise ins noch unbekannte Neuseeland wagten.

Kaikohe

Die Gemeinde Kaikohe ist um einiges kleiner als Kerikeri und längst nicht so bekannt.

Der geheime Schatz dieses Fleckchens sind die Ngawha Hot Springs, Neuseelands nördlichste geothermale Quelle. Was ich an diesem Heilbad so liebe ist, dass es bislang den Klauen des Massentourismus entwischen konnte. Bestimmt sah diese natürliche Poollandschaft vor 20 Jahren schon genauso aus wie heute.

Das Grundstück wirkt urig, rustikal und ein bisschen schrottig. Dort, wo das heiße Wasser an die Oberfläche sprudelt, wurden Becken ausgehoben, deren Ränder mit Holzbalken befestigt sind. Es gibt verschieden heiße Quellen, die Temperatur des Wassers ändert sich ständig. Die Temperatur der Becken wird täglich überprüft. Manche Pools sind erfrischend kalt, andere so heiß, dass sie garnicht betreten werden können. In einigen Becken sieht das vulkanisch erwärmte Wasser schlammig grün-braun aus, in anderen ist es pechschwarz. Den Zartbesaiteten sei gesagt, dass diese heißen Quellen durch die austretenden Gase ziemlich streng riechen. Auch eurer Haut und Badekleidung wird man den Besuch der Ngawha Hot Springs noch lange anmerken. Am besten ist es, einfach eine alte Unterhose und ein Tshirt anzuziehen, an dem ihr nicht allzu sehr hängt.

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