Der Mount Cook (Aoraki)

Per Heli, Flugzeug und zu Fuß einzigartige Naturschönheit erleben

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Laura
7. Januar 2020
157 Bewertungen

Der Mount Cook – auch Aoraki genannt, ist der höchste Berg Neuseelands. Für die Maori ist er ein Heiligtum und Ursprung vieler Legenden, für Bergsteiger eines der beliebtesten Ziele auf der Südhalbkugel. Der 3.724 Meter hohe Mount Cook im Herzen der neuseeländischen Alpen bietet einzigartige Naturerlebnisse, die du nicht verpassen solltest.

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Wo befindet sich der Mount Cook?

Der Mount Cook befindet sich in den neuseeländischen Alpen auf der Südinsel Neuseelands. Mit 3.724 Metern ist er der höchste Berg des Landes. Offiziell trägt er den Doppelnamen Mount Cook/Aoraki. Damit wird seine Bedeutung für die neuseeländischen Ureinwohner anerkannt. Das Maori-Wort „Aoraki“ bedeutet so viel wie „Wolkenstecher“.

Ticket-Infos für Dich

Mount Cook: Ultimatives Flugzeug und Heli-Erlebnis im Schnee ab 399NZ$ kaufen
Aoraki: Heli-Wanderung zum Tasman-Gletscher ab 595NZ$ kaufen
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Mout Cook

Sein englischer Name leitet sich von James Cook ab, der Neuseeland für die britische Krone beanspruchte. Berühmt sind die riesigen Gletscherfelder rund um den Mount Cook, darunter der nach dem österreichischen Kaiser benannte Franz-Josef-Gletscher und der Tasman-Gletscher. Aufgrund der globalen Klimaerwärmung befinden sich die neuseeländischen Gletscher jedoch seit einigen Jahren auf dem Rückzug.

Wie komme ich zum Mount Cook Nationalpark?

Nur eine einzige Straße führt ins Herz des Nationalparks: die Mount Cook Road (Highway 80), die am Südrand des Lake Pukaki vom Highway 8 abzweigt. Die Straße endet in Mount Cook Village, einer kleinen touristischen Siedlung. Wichtig: Es gibt nur wenige Unterkünfte. Willst du über Nacht bleiben, solltest du dein Hotel oder Hostel einige Monate im Voraus buchen. Verpflegung für deine Wanderung(en) kaufst du besser vor der Anreise in einer der nächstgelegenen größeren Städte Twizel (65 Kilometer entfernt) oder Tekapo (105 Kilometer entfernt). In Mount Cook Village selbst gibt es nur einen einzigen überteuerten Laden.

Im Mount Cook Village gibt es nicht viele Unterkünfte, bucht Übernachtungen also weit im Voraus!

Die schönsten Mount Cook Touren

Aoraki: Panorama-Helikopterflug mit Schneelandung

Mount Cook TourSehr empfehlenswert ist der Panorama-Helikopterflug mit Schneelandung. Dabei erlebt ihr die wunderschöne Bergwelt mit ihren schneeweißen Gletscherfeldern aus der Vogelperspektive. Der Hubschrauberpilot wird eine Zwischenlandung hoch in den Bergen machen, damit ihr die prächtige Landschaft in Ruhe auf euch wirken lassen könnt.

Tourdauer: 25 Minuten
Unterwegs mit: Helikopter
Preis ab: 299 NZ$ (ca. 180 €)

Hier Buchen

Mount Cook: Ultimatives Flugzeug und Heli-Erlebnis im Schnee

Mount Cook TourGenügen dir 20 Minuten Flug nicht, kannst du eine ausgedehntere 45-Minuten-Tour mit Helikopter und Schneeflugzeug buchen. Bei der Zwischenlandung im Schnee wechselst du das Transportmittel und erlebst die Gletscherwelt aus einer anderen Perspektive.

Tourdauer: 45 Minuten
Unterwegs mit: Helikopter, Flugzeug
Preis ab: 399 NZ$ (ca. 240 €)

Online Buchung

Im Preis der Touren ist eine Abholung im Hotel in Mount Cook Village eingeschlossen. Die Flüge starten und landen entweder am Mount Cook Airport direkt südlich des Ortes oder am Glentanner Airport am Nordufer des Lake Pukaki. Die Ausflüge finden auf Englisch statt.

Bitte beachte, dass die Flüge nur bei gutem Wetter durchgeführt werden. Bei Nebel und starken Winden werden auch vorausgebuchte Touren aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das ist schließlich auch in deinem Interesse.

Mount Cook Wanderungen

Ihr könnt von Mount Cook Village aus zu verschiedenen Wanderungen aufbrechen, die einfach bis sehr anspruchsvoll sind.

Governors Bush Walk am Mount Cook

Nachdem ihr euch einen Überblick aus der Luft verschafft habt, solltet ihr euch den Mount Cook National Park vom Boden aus in Ruhe ansehen. Kaum mehr als ein Spaziergang ist der Governors Bush Walk: Der Weg führt von Mount Cook Village über 1,5 Kilometer durch einen Wald mit einheimischen Tawhai-Bäumen – die Botaniker nennen den Baum auf Deutsch „Neuseeländische Silberbuche“ –, in denen ihr mit etwas Glück Keas, neuseeländische Papageien, seht. Am Ende des Weges erwartet euch ein toller Aussichtspunkt mit Blick auf den Mount Cook.

Hooker Valley Track-Wanderung am Mount Cook

Eine echte Mount Cook-Wanderung bietet euch der Hooker Valley Track, für den ihr etwa drei bis vier Stunden Zeit einplanen solltet. Die relativ flache Route führt über mehrere Hängebrücken am Mueller Lake vorbei zum Hooker Lake. Hin und zurück sind es rund zehn Kilometer zu Fuß. Die Aussicht über die tiefblauen Gletscherseen zum schneebedeckten Gipfel des Mount Cook und der umliegenden Gletscher ist unschlagbar schön. Im neuseeländischen Sommer kann es bei gutem Wetter recht belebt auf dem Wanderweg werden. Eine Alternative ist das Tasman Valley, das parallel zum Hooker Valley verläuft. Über mehrere Treppen erreicht ihr den Tasman Valley Lookout Point in 100 Metern Höhe.

Auf dem Mount Cook herrscht Winter – zieht euch also wirklich warm an. Winterjacke ist Pflicht!

Wanderung zur Mueller Hut

Wenn du den Mount Cook bei jeder Tages- und Nachtzeit erleben willst, solltest du die lange anspruchsvolle Wanderung zur Mueller Hut in der Nähe des Mueller-Gletschers unternehmen. Die Strecke führt vom White Horse Hill-Campingplatz hinter Mount Cook Village zu den Sealy Tarns und weiter zur Mueller Hut. Obwohl die Strecke nur 5,2 Kilometer lang ist, überwindest du mehr als 1.000 Höhenmeter und solltest rund vier Stunden für die einzelne Strecke einplanen. Willst du in der Hütte übernachten, musst du unbedingt weit im Voraus reservieren, denn die 26 Schlafplätze sind fast immer ausgebucht. Rechne außerdem mit plötzlichem Wetterumschwung in den Bergen und zieh dich entsprechend an. Wanderschuhe und Wanderstöcke sind Pflicht!

Tipp: Wollt ihr hoch hinaus, bucht ihr eine Gletscherwanderung mit Anreise per Helikopter. Ihr werdet im Hotel in Mount Cook Village abgeholt und zum Mount Cook Airport gebracht. Hier steigt ihr in den Helikopter und tretet euren Flug zum Tasman-Gletscher an. Dabei genießt ihr tolle Ausblicke über den Mount Cook National Park, ehe ihr im Gletscherschnee landet. Begleitet von einem ortskundigen englischsprachigen Führer brecht ihr mit den anderen Passagieren zu einer zweistündigen Wanderung durch den Schnee auf. Keine Sorge: Gletscherschuhe und Steigeisen bekommt ihr gestellt. Denkt aber daran, dass es auf dem Gletscher winterlich kalt ist, und zieht eine entsprechend dicke Jacke und feste Wanderschuhe an. Der gebuchte Ausflug kann aufgrund widriger Witterungsbedingungen abgesagt werden.

Mount Cook

Mount Cook-Legende der Maori

Die neuseeländischen Ureinwohner kennen den Mount Cook unter dem Namen Aoraki. Der Legende nach war Aoraki einer der vier Söhne des Himmelsvaters Rakinui. Sie umrundeten die Erdmutter Papatuanuku und strandeten dabei auf einem Riff. Ihr Kanu kippte vornüber und alle vier Brüder kletterten auf die vordere Spitze des Kanus, wo sie vom Südwind in Stein verwandelt wurden.

Das Kanu wurde zur neuseeländischen Südinsel Te Waka o Aoraki, der Bug zum Marlborough Sound. Die Brüder wurden zu den Gipfeln der neuseeländischen Alpen. Aoraki als größter Bruder wurde dabei zum höchsten Gipfel. Er wird vom Stamm (Iwi) der Ngai Tahu auf der Südinsel bis heute als heiligster Vorfahre betrachtet.

Die Aoraki Mackenzie International Dark Sky Reserve

Neben den vielen Wandermöglichkeiten und der wunderschönen Natur gibt es noch einen weiteren guten Grund für die Übernachtung im Mount Cook National Park: Das 4.300 Quadratkilometer große Gebiet in der Region Mackenzie ist das größte geschützte Himmelsreservat der Welt. Hier ist die Lichtverschmutzung so gering, dass du bei klarem Himmel nachts unglaublich viele Sterne am Himmel beobachten kannst. Obendrein handelt es sich um die einzige Dark Sky Reserve auf der Südhalbkugel, die wirklich einzigartige Beobachtungen möglich macht. Du kannst dich verschiedenen geführten Stargazing-Touren anschließen, bei denen Experten dir (auf Englisch) die sichtbaren Konstellationen wie das Kreuz des Südens und die Milchstraße erklären.

TICKETS HIER BUCHEN

Interessierst du dich ernsthafter für Astronomie, solltest du unbedingt das Mount John Observatory der University of Canterbury auf dem gleichnamigen Berg besuchen. Das Observatorium liegt am Lake Tekapo gleich nördlich der Stadt Tekapo.

Hillary & Co.: Bergsteiger auf dem Mount Cook

Schon die Crew von Abel Tasmans Schiff berichtete 1642 von den hohen Bergen der neuseeländischen Alpen, doch erst 1851 taufte der englische Kapitän John Lort Stokes den höchsten Gipfel auf den Namen Mount Cook. Was insofern ironisch war, da Neuseelands Entdecker James Cook den Berg bei seiner Umrundung der neuseeländischen Inseln 1770 gar nicht gesehen hatte. Es sollte übrigens noch bis 1998 dauern, bis auch die Maori-Bezeichnung Aoraki offizieller Teil des Namens wurde.

Zu diesem Zeitpunkt war der Mount Cook längst beliebtes Ziel der Bergsteiger geworden. Nachdem ein erster Versuch 1882 kurz vor dem Gipfel gescheitert war, schafften es drei Neuseeländer am 25. Dezember 1894 erstmals bis zum Gipfel. Angetrieben, wie es heißt, vom Lokalpatriotismus und dem Wissen, dass ihnen ein Amerikaner auf den Fersen war. Berühmtester Bergsteiger am Mount Cook war natürlich Sir Edmund Hillary, der 1948 erstmals zum Gipfel hinaufstieg und hier für seine legendäre Erstbesteigung des Mount Everest 1953 übte. Die Südflanke des Mount Cook wurde 2011 zu seinen Ehren in Hillary Ridge umbenannt.

Obwohl der Mount Cook „nur“ 3.724 Meter hoch ist, gilt er aufgrund der Vergletscherung und des wechselhaften Wetters als sehr gefährlicher Berg. Fast jedes Jahr kommt es während der kurzen Saison zu Todesfällen. Auf- und Abstieg sollten nur im Rahmen einer geführten Expedition stattfinden und dauern mindestens sechs Tage.

Über die Autorin
Laura

Neuseeland hat mich einfach in seinen Bann gezogen. Ich liebe die einzigartige Natur und wunderschöne Landschaften. Vor allem der Doubtful Sound hat es mir sehr angetan. Mit Mann und Kindern sind wir einige Zeit mit dem Camper durch Neuseeland gereist und haben Land und Leute noch ein bisschen besser kennengelernt. Ich kann euch die Reise mit dem Camper durch Neuseeland nur empfehlen und euch für die Planung eurer Reise nach Neuseeland viele Tipps geben.

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