Das ehemalige Fischerdörfchen Kaikoura ist Neuseelands Whale-Watching-Hauptstadt! Vor der Küste der Kleinstadt tummeln sich Heerscharen an Delfinen, Seehunden und sogar Pottwalen und Orcas!

Wenn dein Herz beim Anblick der verspielten Meeresbewohner höher schlägt und auf deiner Must-Do-Liste für deine Reise ein Whale-Watching-Rundflug oder eine Runde Schorcheln mit Seehunden nicht fehlen soll, nichts wie auf nach Kaikoura!

Jetzt erstmal ne Pause: Ein dösender Seehund auf der Kaikoura Peninsula

Kaikoura liegt an der Ostküste der Südinsel, ca. 3 Stunden von Christchurch entfernt. Nicht nur das bunte Treiben im Meer gehört zu Kaikouras Sehenswürdigkeiten, sondern auch seine besonders spektakuläre Landschaft: Von der einen Seite wird der ruhige Ort von Kiesstränden und dem Ozean eingerahmt, auf der anderen Seite von hohen Bergkämmen, deren höchste Gipfel in den Wolken verschwinden. Ein toller Kontrast!

Mit knapp 2000 Einwohnern ist der Ort recht klein – das tut seiner Berühmtheit aber keinen Abbruch! Weil Kaikoura zum Teil auf einer kleinen Halbinsel liegt, ist man praktisch ständig nur einen Katzensprung vom Meeresufer entfernt – und hier gibt es eine Menge zu sehen! Vor Kaikouras Küste wimmelt es nur so von Delfinen, Seehunden und sogar einigen Walen! Die ersten Maori besiedelten die Region bereits vor vielen Hundert Jahren. Um ca. 1840 kamen die ersten europäischen Siedler dazu, die hier Stationen für den Walfang errichteten und Fischerei betrieben. Wie wichtig die Schätze der Meere für die ersten Bewohner Kaikouras waren, zeigt der Name: „Kai“ bedeutet Essen, „Koura“ heißt Languste oder Hummer.

Kaikouras kleine Highlights

Keine Frage, nach Kaikoura kommt man, um auf Tuchfühlung mit der marinen Tierwelt zu gehen. Hier kannst du mit Seehunden schwimmen, aus der Luft oder vom Wasser aus majestätische Wale bewundern oder Albatrossen und Delfinschulen ganz nahe kommen!

Wenn du zwischen deinen Touren etwas Leerlauf hast, lohnt es sich, den kleinen Ort etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier sind meine Tipps!

Kaikoura ist ein recht langgezogener Ort, der nur aus wenigen Straßen besteht, die parallel zueinander verlaufen. Die Ladenzeile mit einigen hübschen Shops findest du an der Beach Road und dem West End. Hier, am Eingang zum Ortskern, liegt auch das iSite-Touristenbüro. Direkt gegenüber steht ein überaus schickes Gebäude: Kaikouras funkelnagelneues Museum! Wenn du doch mal einen Regentag erwischst, kann man hier wunderbar einen Nachmittag verbringen.

  • Richtig guten Käse gibt es bei Kaikoura Cheese, einem kleinen Laden mitten im Ort. Die lokal hergestellten Delikatessen darfst du nach Herzenslust probieren, bevor du eine Wahl triffst!
  • Wenn sich gegen Mittag der Hunger meldet, besuche „Coopers Catch“ am Ende der Ladenzeile im Ortszentrum! Hier gibt es richtig gutes, authentisches Fish&Chips, eine freundliche, zuvorkommende Bedienung und nette Sitzmöglichkeiten im Freien. Der gute Ruf des Imbisses reicht bis nach Christchurch- und zwar zurecht! Ohne zu übertreiben kann ich sagen: Das waren die besten Fish&Chips die ich je gegessen habe: Knusprig, saftig, frisch – einfach zum Niederknien!
  • Das älteste Haus Kaikouras, „Fyffe House“ steht fernab des Ortszentrums auf der Kaikoura Peninsula. Es wurde 1844 von einem Schotten und Walfänger namens Robert Fyfe errichtet. Heute birgt Fyffe House viele Schätze der damaligen Zeit, darunter originale Möbelstücke und Artefakte aus der Zeit des Walfangs.

Leider wurde das alte rosafarbene Walfänger-Cottage durch das Erdbeben so sehr beschädigt, dass es für unbestimmte Zeit geschlossen bleiben muss. Hoffentlich nicht für immer!

  • Hast du Freitagabend schon was vor? Nein? Dann ab in den SlamClub! Hier steigt jeden Freitag die „Jam Night“ mit Livemusik, gute Stimmung – und Marmeladenbroten! Da hat jemand wohl ganz tief in die Wortwitzkiste gegriffen 😛

Du willst mehr über Kaikobras Tourengebote erfahren? Dann lies unseren Artikel über die besten Things to do in Kaikoura!

Kaikoura nach dem Erdbeben – was sich verändert hat

In der Nacht des 14. November bebte in Kaikoura die Erde, und zwar gewaltig. Obwohl das Epizentrum des Bebens nicht in Kaikoura, sondern über 60 Kilometer südlich des Ortes, trug Kaikoura eine Menge Schäden davon. Unter anderem wurden die Zufahrtsstraßen nach Kaikoura zerstört, sodass die Touristen und Bewohner der Kleinstadt mit Schiffen und Flugzeugen evakuiert werden mussten.

Inzwischen geht in Kaikoura alles wieder seinen gewohnten Gang. Einzig und allein die verräterischen Risse und Schotterhäufchen auf dem Highway nach Kaikoura verraten, was für zerstörerische Kräfte hier wüteten.

Die Geschäfte und Restaurants des Ortes und die meisten Unterkünfte und Attraktionen haben wieder ganz normal geöffnet. Die Touristen, denen der Schreck nach dem Erdbeben tief in den Knochen saß, kommen langsam wieder zurück. Noch ist es in Kaikoura zwar ruhiger als sonst, doch das dürfte sich in den nächsten Monaten legen.

Für dich gilt: Deinem Besuch in Kaikoura steht nichts im Wege!

Back to Normal – naja fast:  Was du bei deiner Reiseplanung beachten solltest

Mit ungeheurer Kraft hob das Erdbeben binnen weniger Sekunden den Meeresgrund in Kaikouras Hafen um mehrere Meter an. Wo eben noch Segelboote und Tourenschiffe im Wasser dümpelten, waren plötzlich algenbewachsene Felsen und sandiger Meeresboden zu sehen!

Dem Hafenbecken wieder die nötige Tiefe zu verschaffen gehört wohl zu den größten Aufgaben, der Kaikoura sich jetzt widmen muss.

Bis der Hafen wieder einwandfrei nutzbar ist, können die Whale-Watching-Boote und andere Tourenschiffe nur noch eingeschränkt fahren. Das hat zur Folge, das die Touren, die noch angeboten werden können, schnell ausgebucht sind. Damit du nicht am Ende einer langen Warteliste landest empfehle ich dir, so weit wie möglich im Voraus zu buchen!

Ehemals Meeresboden: „Neues Land“ vor Kaikouras Hafen

Die Anfahrt nach Kaikoura

Vor allem Kaikouras Zufahrtsstraßen litten unter dem Erdbeben, deshalb war der Ort für eine kurze Zeit überhaupt nicht erreichbar. Die erdbebenerprobten Neuseeländer haben aber ganze Arbeit geleistet und die meisten Straßen nach Kaikoura wieder befahrbar gemacht. Dass es „fast unmöglich“ sei, nach Kaikoura zu kommen, stimmt also nicht!

Du solltest allerdings trotzdem deine Reiseroute im Voraus planen, vor allem, wenn du aus Richtung Picton kommst. Die Küstenroute, der State Highway 1 von Picton nach Kaikoura musste nämlich bis auf weiteres dicht gemacht werden! Ausweichen kannst du auf die Inland-Route, den State Highway 70. Diese Strecke ist zwar etwas länger, aber nicht weniger schön: Sie führt dich durch verschiedene Nationalparks und das weite, wilde Umland von Hamner Springs.

Von Christchurch aus folgst du einfach dem State Highway 1, denn zwischen Kaikoura und Christchurch ist der Highway noch wie vorher befahrbar. Rechne für diese Strecke ca. 2,5 bis drei Stunden ein. Wenn du nicht selber fahren kannst oder möchtest, nimm einfach den Bus: Zwischen Christchurch und Kaikoura verkehren täglich InterCity-Busse!

Das süße Fischerörtchen Kaikoura mit seiner einzigartigen Tierwelt solltest du bei deiner Reise über Neuseelands Südinsel auf keinen Fall auslassen! Ich habe mit dem Whale-Watching extra bis Kaikoura gewartet und bin reich belohnt worden. Für atemberaubende Begegnungen auf dem Meer ist Kaikoura zweifelsohne Neuseelands Top-Adresse!

 

Coopers Catch
Adresse9 West End

Kaikoura 7300

ÖffnungszeitenSo-Do: 9.30h - 23.00h

Fr&Sa: 9.30 - 0.00h
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