Mit der Wahl des Reisezeitraums steht und fällt dein perfektes Neuseeland-Erlebnis. Welche Zeiten solltest du bei der Planung deiner Neuseelandreise lieber umgehen? Welche Reisezeiten eignen sich am besten für bestimmte Aktivitäten?

Lies in diesem Artikel alles Wichtige über die neuseeländischen Jahreszeiten und die beste Reisezeit für Neuseeland!

Beste Reisezeit Neuseeland – alles andersrum

Weil Neuseeland in der südlichen Hemisphäre liegt, sind die Jahreszeiten aus unserer Sicht „umgedreht“. Wenn bei uns die Heizungen aufgedreht werden, ist in Neuseeland Sommerzeit, wenn sich die Deutschen an den Ostseestränden rekeln, müssen sich die Kiwis dick einmummeln.

Der umgekehrte Jahresablauf kann einen mitunter ganz schön verwirren, deshalb kommt hier ein kleiner „Jahreszeiten-Guide“ für dich:

Die Jahreszeiten in Neuseeland

Dezember, Januar, Februar:  Sommer in Neuseeland

Bereits im November wird es wärmer und die Temperaturen steigen auf über 20 Grad. In den Wochen vor Weihnachten hält der Sommer dann vollends Einzug, am Christmas day selbst kann man schon ausgezeichnet am Strand vor sich hin braten. Einige Familien folgen zwar dem britischen Beispiel und servieren schwere Puddings, Kuchen und Truthahn zu Weihnachten, die meisten bevorzugen allerdings ein leichtes Barbeque und ein kaltes Buffet. Das tut dem Magen einfach besser bei Temperaturen um die 30 Grad!

Die heißeste Zeit des Jahres sind die Monate Januar und Februar. Hab Acht wenn du als Sommerreisender nach Neuseeland kommen willst: Mitte Dezember bis Ende Januar sind Schulferien in Neuseeland! Das gesamte Land strömt dann in die Küstenorte. Besonders beliebt sind die Coromandel Halbinsel, die Bay of Islands, Bay of Plenty und die Hauraki-Gulf-Insel Waiheke.

Der Sommer eignet sich in Neuseeland perfekt für eine Reise im Wohnmobil. Lest im folgenden Artikel unsere Tipps zum Thema Camper mieten in Neuseeland.

März, April, Mai: Herbst in Neuseeland

Die Touristenwellen aus Asien und Europa ebben ab, vom Sommer ist aber noch eine Menge übrig. Das Meer ist noch warm genug zum Baden. Überall kann man frisch geerntete Früchte und saisonales Gemüse kaufen, es werden im ganzen Land Festivals veranstaltet.

Wenn du nicht an Schulferienzeiten gebunden bist und dir die ein oder andere kühle Nacht nichts ausmacht, ist der neuseeländische Herbst eine fantastische Reisezeit!

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Juni, Juli, August: Winter in Neuseeland

Brr! Jetzt wird es eisig. Wenn dir nicht nach Schnee ist, solltest du dich in den Wintermonaten in der Region um Auckland aufhalten. Kalt ist es aber auch hier. Auf den Bergen der Central North Island und der Südinsel ist jetzt Ski-Saison.

Im Juli und August kann es knifflig werden, die Bergkämme der „Alps“ zu überqueren. Bei starken Schneefällen schneien die Pässe zu, die die Ost- mit der Westküste verbinden.

September, Oktober, November: Frühling in Neuseeland

Der Touristenstrom ist noch dünn, es wird wieder wärmer. Der Frühling ist eine schöne Zeit für wetterfeste Reisende.

Im Frühling ist das Meer noch ziemlich kalt. Viele Outdooraktionen wie Kajak fahren, Schnorcheln, Tauchen und Schwimmen mit den Delfinen bieten sich jetzt noch nicht wirklich an. Dafür ist es jetzt auch in den beliebten Orten noch herrlich leer und die Sonne scheint schon.

Im Schnitt ist es im Frühling im Norden der Nordinsel Neuseelands ein gutes Stück wärmer, als in der Mitte oder im Süden. Als ich Anfang November, eingepackt in Fleecejacke, Schal und Jeans, Auckland verließ und in der Bay of Islands aus dem Bus stieg, ging prompt die Schwitzerei los.

Manchmal schlägt das Wetter im neuseeländischen Frühling allerdings schneller um, als du deine Regenjacke anziehen kannst. In Northland gewittert es im Oktober und November häufig. Wenn du nur einige Wochen Zeit hast, könnte das Wetter im hohen Norden dir deinen Reiseplan gehörig durcheinander bringen. Es herrscht richtiges „Aprilwetter“ und die Tage könnten unterschiedlicher nicht sein: Sintflutartige Regengüsse heute, strahlendes Strandwetter morgen.

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Dunkle Wolken über den Te Paki Dunes – der neuseeländische Frühling hat einige Überraschungen in Petto

 Das Wetter auf der Nordinsel Neuseelands

Diese Tabelle zeigt das Wetter der vier wichtigsten Regionen Neuseelands im Jahres-Überblick.

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Auckland
W, N
W, N
M, N
K, N
K, N
M, S
M, S
Bay of Islands
W, N
M,N
M, N
M, N
M, N
W,N
W, N
( )
Bay of Plenty
()
M,N
K, N
K,N
K,N
Wi,M
Wi, M
Wi,M
()
Wellington
()
Wi,M
Wi, K
Wi,K
Wi,K
Wi, M

Haken = Die beste Reisezeit für diese Region. Schlechtes Wetter unwahrscheinlich

Eingeklammerter Haken = Gute Reisezeit, Gewitter und wechselhaftes Wetter möglich

M = Mildes Wetter: Etwas kühler, aber noch schön zum Reisen

K = Kalt: Pullover und eine gefütterte Jacke sind angebracht.

W =Warm: Größtenteils sommerlich und schön

S = Sonnig, oft aber noch etwas kühl

Wi = Windig, dadurch gefühlt häufig kälter, als es tatsächlich ist

N = Nass: Viel Niederschlag

Norden und Süden im Jahreslauf

Die Nord- und die Südinsel Neuseelands könnten in puncto Wetter unterschiedlicher nicht sein.

Im Norden herrscht übers ganze Jahr hinweg mildes Wetter, selbst im tiefsten Winter gibt es in den Gebieten in Meernähe kaum Frost und so gut wie keinen Schnee. In Northland und der Bay of Islands, Neuseelands subtropischem Outdoorparadies, beginnt der Sommer früh.

Auf der Südinsel jedoch kann es auch im Hochsommer noch recht frisch sein. Ganz besonders in Meernähe und in den Alpenregionen hält die warme Jahreszeit erst spät Einzug. Sogar Ende November fällt noch haufenweise frischer Schnee in der Region rund um Queenstown! Deshalb solltest du, auch wenn du in den Sommermonaten reist, für die „great Walks“ und andere längere Wanderungen immer Thermo-Unterwäsche, Mütze und Handschuhe mitnehmen.

Was möchte ich in Neuseeland unternehmen – Und welche Jahreszeit passt dazu?

Natürlich hängt es von deinen Plänen ab, welche Jahreszeit am besten für deine Neuseelandreise geeignet ist:

Du willst spontan reisen

Frei nach dem Motto „Heute hier, morgen dort“, möchtest du dem Schicksal eine Chance lassen und dich mit deinem Rucksack durchs Land treiben lassen? Dann solltest du entweder im Frühling (Oktober – November) oder im Herbst (März – April) nach Neuseeland kommen.

Anfang Dezember beginnt die Sommersaison und es wird immer schwieriger, spontan ein Hostel-Bett zu finden. In der „high season“ steigt die Einwohnerzahl der kleinen Örtchen um ein Vielfaches an, die Hostelzimmer platzen aus allen Nähten und oft muss man viele Wochen im Voraus buchen.

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Du willst den Kiwi-Sommer genießen

Wenn du schwimmen, schnorcheln und sonnenbaden möchtest, solltest du Ende Januar bis Anfang März für deine Reise anpeilen.

Das Sommermärchen ist dann noch im vollen Gange, allerdings wird es in Cafés und auf den Badestränden deutlich leerer. Zwar wirst du auf viele Touristen aus Asien und Europa treffen, dafür haben die Neuseeländer keine Ferien mehr und der Ansturm auf die schönsten Küsten- und Ferienorte ebbt ab.

Du willst Wintersport betreiben

Die meisten neuseeländischen Skigebiete läuten Mitte bis Ende Juni die Wintersport-Saison ein. Wenn du die größtmögliche Auswahl an tollen Pisten haben möchtest, warte bis Anfang Juli.

Du willst wandern und/oder zelten

Wenn du dich während deines Neuseeland-Trips in erster Linie unter freiem Himmel aufhalten willst, ist der „Indian Summer“ bzw. Frühherbst von März bis April deine beste Reisezeit für Neuseeland.

Im Frühling ist das Wetter im ganzen Land sehr wechselhaft und dein Campingurlaub kann im schlimmsten Fall im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen. Der Februar dagegen kann für stundenlanges Wandern noch ziemlich heiß sein.

Die für dich beste Reisezeit für Neuseeland hängt von vielerlei Faktoren ab. Ich hoffe, ich konnte dir die Entscheidung, für welchen Zeitraum du deine Reise buchst, etwas erleichtern!

Viel Spaß in Neuseeland – und möge der Wettergott dir hold sein! 😉

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