Abel Tasman Nationalpark

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Laura
11. Februar 2020
135 Bewertungen

Der Abel Tasman Nationalpark begeistert Naturliebhaber und Outdoorfans mit einer einzigartigen Landschaft und vielfältigen Aktivitäten. Sichelförmig geformte Buchten mit goldfarbenem Sand, glatt geschliffene Granitfelsen, glasklares, türkisfarbenes Wasser erwarten euch hier. Wir verraten euch, wie ihr den Abel Tasman am besten erleben könnt.

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Mit einer Größe von 225,3 Quadratkilometern ist der Abel Tasman Nationalpark der kleinste Nationalpark Neuseelands. Ist man einmal im Park unterwegs, merkt man davon allerdings nichts: Dichte Wälder, schroffe Granitklippen und traumhafte Buchten lassen euch die Zivilisation ganz schnell vergessen und tief eintauchen in die faszinierende Natur Neuseelands.

TOP Highlights des Abel Tasman Nationalparks

Abel Tasman

  • Split Apple Rock: Eines der berühmtesten Naturdenkmäler des Nationalparks liegt zwischen Marahau und Kaiteriteri: der sogenannte Split Apple Rock. Die wirklich wie ein in zwei Hälften geteilter Apfel aussehende Felsformation ragt etwa 50 Meter vor der Küste aus dem Meer heraus und ist ein echter Touristenmagnet. Alle Wassertaxis machen bei Split Apple Rock Pause für einen Fotostopp. Vom Land aus ist der Felsen nur bei Ebbe über den Strand zu erreichen.
  • Anchorage: Die geschützte Bucht Anchorage ist ein beliebtes Ausflugsziel für Motorjachten und Segler, die hier ihren Anker werfen. Türkisblaues Wasser und weiße Strände laden zum Relaxen ein. Bei Ebbe könnt ihr zu Fuß in 20 Minuten durch das Watt in die benachbarte Torrent Bay laufen. Aber Achtung: Informiert euch genau über die Gezeiten oder geht nur mit einem Guide ins Watt.
  • Cleopatra‘s Pool: Zwischen Anchorage und Torrent Bay lohnt sich ein etwa zwanzigminütiger Abstecher ins Landesinnere, vor allem, wenn es richtig warm ist. Mitten im dichten grünen Regenwald erwartet euch ein gigantisches Freiluftschwimmbecken, das seinesgleichen vergeblich sucht: Cleopatra’s Pool. Es ist der Torrent River, der hier eine herrliche Felsenpool-Landschaft geschaffen hat, bevor er sich seinen Weg ins Meer bahnt. Die Attraktion der kleinen Felsenschwimmbecken ist eine Felsenrutsche, die in ein eiskaltes tiefes Wasserloch führt.
  • Tonga Island Marine Reserve: Schwimmen, Schnorcheln oder Kajak fahren – dazu lädt das 1.835 Hektar große Meeresschutzgebiet Tonga Island Marine Reserve ein, das sich direkt an den Nationalpark anschließt. Unter der Oberfläche des kristallklaren Wassers könnt ihr Fische, Krebse und Muscheln bestaunen. Wer Glück hat, trifft sogar auf Delfine oder die hier in der Gegend ansässigen Pelzrobben.
  • Swing Bridge: Zwischen Torrent Bay und Bark Bay bietet der Abel Tasman Coast Track eine besondere Herausforderung: Der Weg führt über eine 15 bis 72 Meter hohe Hängebrücke. Wie hoch die über dem Torrent River führende Brücke ist, hängt von der aktuellen Tide ab. Der Spaziergang auf der leicht schwingenden Brücke über die Schlucht ist nur schwindelfreien Wanderern zu empfehlen.
Abel Tasman
Split Apple Rock im Abel Tasman

Die besten Touren am Abel Tasman

Der Abel Tasman steht vor allem für Ausflüge in die Natur. Hoch im Kurs sind Kajak- und Bootstouren, sowie Wanderungen. Ein absolutes Highlight ist der Rundflug über den Abel Tasman.

Kajaktour im Abel Tasman

Wer die eindrucksvolle Küstenlinie und die herrlichen Strände auch oder ausschließlich vom Wasser aus entdecken möchte, entscheidet sich für eine Kajaktour oder eine kombinierte Kajak-Wandertour. Die schroffe Küste mit ihren vielen Buchten und Stränden ist eines der beliebtesten Kajakreviere Neuseelands. Ob Profi oder Anfänger – im Abel Tasman National Park kann jeder Kajak fahren, denn das Angebot an den sogenannten Abel Tasman Kayak Tours ist riesig. Die meisten Touren starten in Marahau – entweder direkt mit dem Kajak oder mit einem Wassertaxi, das euch zum Startpunkt eurer Tour bringt.

Entscheidet euch für eine der folgenden Möglichkeiten:

Habt ihr genügend Zeit, solltet ihr auf jeden Fall eine Übernachtungstour wählen. Eine Nacht in einer der Buchten zu verbringen, die Sonne unter- und aufgehen zu sehen und den Lauten der Natur zu lauschen, ist einfach ein unvergessliches Erlebnis.

Abel Tasman
Kajak Touren im Abel Tasman sind wunderschön.

Canyoning Trip durch den Torrent River

Adrenalin pur – das verspricht die herausfordernde Wander- und Klettertour durch den Canyon des Torrent River. Nach einer eineinhalbstündigen Wanderung erreicht ihr den höchsten Punkt des Canyons und das Abenteuer beginnt: Ihr rutscht, gleitet und klettert über und entlang der gewaltigen Felsen und durch das eiskalte Wasser des Flusses. An besonders steilen Stellen asst ihr euch abseilen. Belohnt wird die Mühe am Ende mit einem Bad im Cleopatra’s Pool.

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Tagestouren zum Abel Tasman

Einfach entspannen – das ist das Motto der sogenannten Day Cruises, die euch vom Kaiteriteri Beach zu den schönsten Bays der Parks bringen.

Die drei bis vier Stunden dauernden Cruises sind eine tolle Entdeckertour für Familien mit kleinen Kindern oder für alle, die einen Tag Pause brauchen.

Wanderungen durch den Abel Tasman National Park

Die beste Art, die Natur im Abel Tasman National Park zu erleben und zu genießen, ist, ihn zu erwandern. Das wird einem hier besonders leicht gemacht:

Die Wanderwege sind dank ihrer geringen Höhenunterschiede auch für Anfänger oder Kinder gut zu bewältigen. Das Wegenetz ist gut ausgeschildert. Für Übernachtungsmöglichkeiten, Abenteuer und Magic Moments ist am Wegesrand ebenfalls überall gesorgt. Von Wasser und Wind geschliffene, spektakuläre Felsformationen, reißende Flüsse, goldfarbene Sandstrände und dichte Wälder machen jede Wanderung durch den Park zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Der Abel Tasman Coast Track

Der 51 Kilometer lange Wanderweg gehört zu den New Zealand Great Walks und ist sicherlich einer der schönsten und beliebtesten Wanderwege des Landes. Er führt vom südlichen Marahau entlang der Küste bis in die Wainui Bay im Norden des Parks.

Abel Tasman
Sehr beliebt: Wandern im Abel Tasman

Um den gesamten Abel Tasman Track zu laufen, solltet ihr euch mindestens drei Tage Zeit nehmen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, Teilabschnitte zu erwandern: Von Marahau oder Kaiteriteri bringen euch Wassertaxis an den gewünschten Ausgangspunkt und holen euch ein paar Stunden später wieder an eurem Zielpunkt ab.

Zu den attraktivsten Streckenabschnitten gehören:

  • Marahau – Anchorage
  • Anchorage – Bark Bay
  • Torrent Bay – Bark Bay
  • Torrent Bay – Anchorage
  • Bark Bay – Awaroa
  • Awaroa – Whariwharangi Bay

Der Abel Tasman Inland Track

Parallel zum Coast Track führt auch der sogenannte Inland Track von Marahau nach Wainui Bay. Der etwas mehr als 41 Kilometer lange Pfad wird weniger von Touristen frequentiert als sein Küstenkonkurrent, was wohl auch an seinem unbefestigten Untergrund liegt. Wanderungen müssen bei der Parkverwaltung angemeldet werden und sollten nur von erfahrenen Wanderern in Angriff genommen werden. Wer die raue Natur liebt und die Einsamkeit der Wildnis nicht scheut, ist auf dem Inland Track genau richtig.

Neben den beiden großen Hauptwegen gibt es im Park weitere Wanderwege, die nicht so bekannt, aber gerade deswegen sehr lohnenswert sind, weil man eben nicht so viele andere Touristen trifft. Dazu gehören:

  • Gibbs Hill Track
  • Harwoods Hole Track
  • Wainui Falls Track
  • Pukatea Walk
  • Headlands Track
  • Anapai Bay
  • Lookout Rock Track
  • Gibbs Hill to Whariwharangi
  • von Goat Bay nach Waiharakeke
  • von Tōtaranui nach Awaroa Bay

Anreise zum Abel Tasman

Der Abel Tasman Nationalpark liegt an der Nordküste der Südinsel Neuseelands, rund 60 Kilometer entfernt von der kleinen Stadt Nelson. Mit dem Auto ist der Park über den State Highway 60 zu erreichen. Von Nelson aus benötigt ihr etwa eine Stunde und 15 Minuten nach Marahau. Der kleine Ort befindet sich noch außerhalb des Nationalparks und ist Ausgangspunkt für viele Touren und Wanderungen auf dem Abel Tasman Coast Track.

Seid ihr nicht mit dem Camper oder Mietwagen unterwegs, könnt ihr in Nelson auch in einen Bus steigen. Die Linienbusse zwischen Nelson und dem Abel Tasman National Park verkehren täglich.

Nelson verfügt über einen kleinen Flughafen, der regelmäßig von Christchurch und Auckland angeflogen wird. Eine wirklich lohnende Alternative zum Flugzeug ist die Anreise mit der Fähre durch die 23 Kilometer breite Cookstraße. Sowohl die Reederei The Interislander als auch Bluebridge bringen euch in dreieinhalb Stunden von Wellington nach Picton. Von dort aus sind es noch einmal rund drei Stunden zum Abel Tasman National Park.

Beste Reisezeit für den Abel Tasman

Mit 2.200 Sonnenstunden liegt der Nationalpark übrigens in einer der sonnenreichsten Regionen Neuseelands: Das milde Klima ermöglicht euch, den Park das ganze Jahr über zu erkunden. Zu sehen und zu staunen gibt es hier an der nördlichen Küste zwischen der Golden Bay und der Tasman Bay vieles.

Abel Tasman Camping und Schutzhütten

Im Abel Tasman National Park gibt es neunzehn Campingplätze und acht Schutzhütten, sogenannte Huts. Einige der Zeltplätze liegen direkt am Meer und sorgen für echtes Robinson-Feeling. Die robusten, sehr modernen Schutzhütten sind mit Matratzen, vereinzelt auch mit Kochstellen, mit Duschen und Toiletten ausgestattet. In den gemeinschaftlichen Schlafräumen kann es mitunter sehr laut werden. Also besser Ohrstöpsel einpacken! Plätze in Huts und auf den Campingsites solltet ihr vor allem in der Hauptsaison vorher reservieren. Das geht online bei der Parkverwaltung DOC (Department of Conservation).

Über die Autorin
Laura

Neuseeland hat mich einfach in seinen Bann gezogen. Ich liebe die einzigartige Natur und wunderschöne Landschaften. Vor allem der Doubtful Sound hat es mir sehr angetan. Mit Mann und Kindern sind wir einige Zeit mit dem Camper durch Neuseeland gereist und haben Land und Leute noch ein bisschen besser kennengelernt. Ich kann euch die Reise mit dem Camper durch Neuseeland nur empfehlen und euch für die Planung eurer Reise nach Neuseeland viele Tipps geben.

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